Dienstag, 14. Juli 2015

Fischer Tor - mehr zur Verlagsgründung

Neulich war ich ja bekanntermaßen bei Fischer Tor auf Einstandsbesuch.

Und ich weiß, ihr wollt wissen, wie es beim jüngst gegründeten deutschen Ableger des wichtigsten amerikanischen Verlags für Science Fiction und Fantasy so aussieht.

Also.

Hier.

Tor:


(Harr, harr. Schenkelklopf)

Nein, von drinnen habe ich keine Fotos gemacht. Die Verlagsräume irgendwann zu zeigen, überlasse ich Hannes Riffel und seinem Team. (Ein offizielles Foto der Fünf findet ihr schon mal dort.)

Aber Hannes und Andy Hahnemann meinten, ich könne euch inzwischen ruhig verraten, woran ich gerade arbeite.

Was bedeutet, ihr erfahrt jetzt den ersten Titel des Startprogramms im Herbst 2016.

(Pause, Trommelwirbel)

Ich übersetze gerade den genialen Roman AFTERPARTY von Daryl Gregory. Darin geht es um nichts Geringeres als eine Droge, mit der man eine persönliche Beziehung zu Gott herstellen kann. Das Ganze liest sich, als hätte Philip K. Dick in den 1960ern mal die Zeit gehabt, einen Roman richtig in Ruhe zu schreiben, anstatt ihn nur im Amphetaminrausch in die Tasten zu hacken. Ein straff strukturierter Science-Fiction-Krimi voller aberwitziger Ideen und Dialoge, so abgefahren wie glaubwürdig, so klar wie rätselhaft.

Ihr könnt euch also vorstellen, die Übersetzung macht großen Spaß.

Freut euch drauf!


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English summary for foreign readers: I'm translating AFTERPARTY by Daryl Gregory for the German branch of Tor Books, Fischer Tor.

Kommentare:

Jenny-Mai Nuyen hat gesagt…

Ohhh, du warst schon hinter den Toren von Tor? *.*
Und Ohhhhh, du gehörst quasi zum Team! Von "Afterparty" hat mir Hannes schon erzählt, klingt sehr, sehr interessant. Vielleicht zeigt die Lektüre ja einen Weg auf, aus mir verkappter Theistin eine richtige Gläubige zu machen ...
Ich bin sehr gespannt und werde natürlich die Übersetzung lesen!
Jenny

RoM hat gesagt…

Jassu, Frank.
Dick ist hier im Lauf des Zwangs ein dickes Erbe - allein was schon die Story angeht; und mit den Aspekten einer solchen Droge läßt sich ja variantenreich arbeiten. Weswegen ich hoffe, daß die Idee der Direct-to-God-Droge nicht nur eine Art MacGuffin wäre.
Zumal es in realo ja ausreichend genügend Leute gibt, die stolz wie Hechtsuppe auf ihre (jeweilige!) Geheimnummer zu Gott persönlich sind.

Und wie reagiert der Gott im Roman so auf den direkten Draht der Junkies?!

Sieh mich gespannt!

bonté

Frank Böhmert hat gesagt…

"Variantenreich" ist das richtige Stichwort, RoM!

Achim Mehnert hat gesagt…

Die wenigen Zeilen zu AFTERPARTY klingen interessant. Könnte was für mich sein.