Dienstag, 19. Mai 2015

Mini-Interview Marke Eigenbau

In der letzten Zeit sind mir in persönlichen Gesprächen einige Fragen gestellt worden, die vielleicht auch hier von Interesse sind.

Erstens, wieso nun wieder Böhmerts Hasenbrot?

Kurze Antwort: Wieso nicht?

Lange Antwort: Das ist ein schöner Name, auf den mich immer wieder Leute angesprochen haben. (Wer nicht weiß, was ein Hasenbrot ist, wird hier und hier schlau gemacht.) Nichts lag näher, als ihn wieder zu verwenden, getreu auch zu Charles Platts schönem Ausspruch, wie wichtig es sei, "einen Schritt nach vorn zu tun und die schlußendliche Gebärde zu machen, auch wenn [man] dabei das Risiko eingeht, hinterher als Narr dazustehen".

Da stehe ich doch gern als Narr da, weil ich mich erst hin und dann her und dann wieder hin entschieden habe!

Zweitens, mit Blick auf die selteneren Blogeinträge, du bist gerade ganz schön mit Arbeit zugedeckt, oder?

Ja, schon. Aber die niedrigere Blog-Frequenz hat damit wenig zu tun. Ich zweige seit Dezember einfach gezielt nur noch ein bis zwei Halbstunden pro Woche von meiner Schreibzeit ab. Geschichten sind wichtiger!

Witzigerweise sehen das die Leute, die mein Blog lesen, offensichtlich genauso - denn die Klickrate ist nicht eingebrochen.

Drittens, an was schreibst du gerade?

An meinem zweiten Roman für Golkonda.

Viertens, wird das ein Science-Fiction-Roman?

Kurze Antwort: Es wird ein Böhmert-Roman.

Weniger kurze Antwort: Es wird eine Mischung zwischen Märchenroman, Schelmenroman, historischem Roman und Krimi; zur Abrundung kommen auch SF-Elemente vor.

Fünftens, hast du ein bestimmtes Wörter-Pensum pro Tag als Schreibziel?

Nein. Zurzeit gönne ich mir noch an Arbeitstagen morgens meine traditionelle Schreib-Halbstunde.

Sobald die Brotarbeit ein bisschen luftiger terminiert ist, also zum Sommer hin, werde ich die Zeit ausdehnen und einfach jeden Tag so lange schreiben, wie das Geschichtenerzähler-Hirnareal locker etwas hergibt. Der Stoff ist ja längst vorhanden und gut durchgeknetet; zu dem Roman liegen rund hundert Seiten Notizen vor, die ich derzeit ordne und ergänze. Bis Jahresende will ich eine diskussionsfähige erste Fassung an den Verlag mailen.

Das ist der Plan. Mal sehen, was das Leben dazu sagt!


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English summary for foreign readers: Just answering some questions people asked in conversation regarding this blog and my next novel ...

Kommentare:

Pogopuschel hat gesagt…

Da wünsche ich dir viel Erfolg, was die Verwirklichung des Plans angeht. Da ich deinen ersten Golkonda-Roman großartig fand, freue ich mich schon sehr auf den zweiten. Ich stecke ja gerade mitten in einer Blogauszeit und muss sagen, dass mir die Bloggerei weniger fehlt als erwartet, auch wenn es mich hier und da mal in den Fingern juckt.

Frank Böhmert hat gesagt…

Danke, Pogo!

Der zweite Roman wird 1989 spielen und zusammen mit dem 1973er-Roman eine erste Klammer bilden ... dann wird auch klar werden, was in der zeitgeschichtlichen Dekalogie erzählerisch alles möglich sein wird.

Kringel hat gesagt…

Mein Klickverhalten ist schon seit Jahren dasselbe: Am Freitag wird sich auf das Wochenende gefreut, mit der Arbeit lässt der Kringel es langsam angehen und der Tag beginnt ganz in Ruhe mit einem Käffchen plus Böhmerts Hasenbrot.

Frank Böhmert hat gesagt…

Guter Ansatz, Kringel! Das gefällt mir.

RoM hat gesagt…

Jassu, Frank.
Eigentlich erscheint mir Deine Blog-Frequenz wohltemperiert & ausgeglichen. Liegt vielleicht auch mit an der Breite Deiner Themen*, die ihrerseits zu überzeugen weiß.
Und Tatsache - die Arbeit an Texten hat für einen Autor & Übersetzer Priorität!

Immer ein Fass guter Sätze im Schlepptau!

bonté


* ich schwelge nach wie vor heftig in THE DUKE SPIRIT-Ceuvre