Freitag, 12. September 2014

Simenon war zeit seines Lebens ein Frühaufsteher und verspürte stets das Bedürfnis, sich nach dem Aufwachen möglichst schnell "ins Leben zu stürzen". Nicht selten sprang er, selbst bei kalter Witterung, vor der Schule mit keinem Geringerem als seinem Großvater auf ein rasches Morgenbad in die Maas. Dieser Schwung erklärt vielleicht auch Simenons Tendenz, Lütticher Schauplätze und Begebenheiten als in Sonnenschein getaucht in Erinnerung zu behalten, auch wenn die Sonne größtenteils verdeckt gewesen sein dürfte

aus: Stanley G. Eskin, SIMENON. EINE BIOGRAPHIE (1987)
Deutsch von Michael Mosblech
bei Diogenes, nur noch antiquarisch erhältlich

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