Donnerstag, 4. September 2014

BERLIN 2037 - Und wie finden die Leser nun meinen Neo-Roman?

Da schauen wir am besten mal im offiziellen Perry-Rhodan-Forum nach!

23 Personen haben sich an der Abstimmung beteiligt, herausgekommen sind folgende "Schulnoten":

Wie gefällt die Story des Romans?
Note 1: 3 Stimmen
2: 10
3: 2
4: 4
5: 1
6: 3
Macht im Schnitt eine 3,4.

Wie gefällt der Schreibstil des Autors?
Note 1: 6 Stimmen
2: 10
3: 4
4: 2
5: -
6: 1
Macht im Schnitt eine 2,3.

Wie gefällt die aktuelle Entwicklung des Zyklus?
Note 1: 5 Stimmen
2: 4
3: 7
4: 1
5: 1
6: 5
Macht im Schnitt eine 3,2.

Das, was ich am stärksten beeinflussen kann, hat mit deutlichem Abstand am besten abgeschnitten - mein Schreibstil. Sehr erfreulich!

Aber: Die Story meines Romans ist einen Tick schlechter angekommen als der Handlungsbogen des sich entwickelnden Zyklus.

Warum das so ist, wird vielleicht aus den Einzelmeinungen zum Roman klar. Ein paar Zitate, selbstverständlich um Spoiler gekürzt:

"Bisschen wenig Berlin. Alexanderplatz, Treptower Park und Tempelhof, das war es dann schon. Schon möglich, dass es de[m] Autor da so geht, wie vielen Berliner, die ich kenne: Sie kennen eigentlich immer nur ihren Bezirk. Schade eigentlich, denn gerade Berlin hätte die Chance geboten, vielfältige Reaktionen zu schildern. / Dafür dann reichlich Klischees in der Handlung, bei der nicht immer so ganz klar ist welcher Protagonist warum so handelt (Paul mal ausgenommen), wie er handelt. [...] Völlig zu kurz, weil eigentlich nicht vorhanden, kommt der Umgang der Bevölkerung mit der Situation. Eine vertane Chance und ein letztendlich mittelmäßiger Roman." (Aristipp)

"Ich empfand den Roman als angenehm geschrieben, mit einer sehr lokalen Perspektive: mal fast ein ganzer Roman, in welchem unsere Hauptfiguren mal nicht mitspielen, und wir einen Eindruck der Übernahme erhalten. Am Beginn eines Zykluses kann ich einen Atmosphäreroman, der die Haupthandlung nicht weiterbringt, gut haben." (Liberty)

"Im Übrigen habe ich ja schon zu meinem eigenen Spoiler geschrieben, dass ich den Roman im Grunde erfrischend fand. Die Zukunft aus der Sicht von Normalos... nein, Normalospinnern. / Die Idee, Arkons Eroberung inhaltlich mit einer extrapolierten menschlichen Modewelle zu verknüpfen (es gibt ja auch in der jetzigen Wirklichkeit Spinner, die sich umbauen zu Katzen lassen) war doch einmal etwas Neues. / Allerdings hatte einer der Poster hier recht anzumerken, dass die Reaktion der Durchschnittsmenschen auf die Arkoniden etwas kurz kam. Eine derartige Umwälzung bietet eine unglaubliche potentielle Erzählvielfalt." (Kjeldahl)

"Na ja, ansonsten war es die alte Geschichte: Boy loves girl und beide machen füreinander viel Unsinn" (Aristipp)

"Der R[o]man hat zwar nicht so gut gefallen wie die Nummer 75, aber immer noch besser als die aktuelle E[rst]A[uflage]. Mich hat der ständige Fokus auf Mia und Paul etwas gestört, ich hätte gerne mehr von "anderen Berlinern" g[e]lesen, wie zB dem Mann im Park, der sich mit Nahor unterhalten hat oder über Mias "Mütter" und ihre Lebensweise (und wie die mit den Arkoniden klar kommen). / Ansonsten habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Kann gerne so weiter gehen." (Kreggen)

"Ich fand den Roman gut lesbar, er hatte den richtigen Berlinanteil. Bei Emil und die Detektive gibt es auch nicht mehr Berlin. / Seit lange[m] hatte ich wieder Lesespaß bei einem Heft/Roman aus der PR-Welt. Etwas was ich in der Erst-Auflage vermisse. / Damit hat sich der Ausflug zu Neo, wegen Frank, gelohnt." (Duncan)

"Habe ich nicht aus der Hand gelegt bis ich ihn ganz durch hatte. Spannende und gelungene Unterhaltung. Neo gefällt mir immer besser." (Martin)

"Mir hat der Roman gefallen und ich habe mich beim Lesen gut unterhalten. Die verschiedenen Erzählperspektiven fand ich interessant. Einzig das Ende fand ich etwas zu schnell abgehandelt. Ich vermute, dass lag an der begrenzten Seitenzahl. / Die Spannung zwischen dem Fürsorger und dem militärischen Befehlshaber wird vielleicht auch noch in den nächsten Bänden weiter dargestellt. Würde mich freuen. Ich bin gespannt wie es mit Band 77 weitergeht." (Volker)

"Das Lokalkolorit war schon ganz ordentlich durchgeführt, wenn auch zugegebenermaßen etwas geographisch begrenzt. Dennoch habe ich einige Orte wiedererkannt (grins)...Nur das "Berlinern", der Dialekt,war nicht ganz echt, da wo der allgemeine, einfache Einwohner dargestellt wird, der sich nur um seinen Kram kümmert. Köstlich die Aussage des Schlangenarkoniden:; "ich hasse diese Stadt" oder so ähnlich... / War zwar der letzte NEO, den ich kaufte, aber die Rahmenhandlung war zu sehr an den Rand gedrängt, die Nebenhandlung der immerhin sehr interessanten Protagonisten zu sehr ausgebaut. Schade, dass [X.] draufging..." (Aarn Munro)

"Also mir hat er sehr gut gefallen. [...] / Ich habe es am Stück gelesen. / Weiter so!!" (Fireblade)

"Gut, etwas Lokalkolorit - aber nicht zuviel. / Die Handlung wechselt zwischen bekannten Figuren und dem "gewöhnlichen, unbekannten, zivilen Fußvolk". So etwas mag ich. / Die offenen Fragen (Imperatrice, Ferrol...) werden sich später klären (oder?)." (Onot)

"Mir kommt (sicher Geschmackssache) zu wenig Besatzungsatmosphäre rüber. [...] Und die Arkoniden wirken nicht gerade wie eine in Jahrtausenden gewachsene, erfahrene Eroberungs- und Besatzungsmacht. / Gut fand ich diese "Augmentationen", auch wenn der Begriff gefühlte tausend mal im Heft 76 erschien. Das scheint mir schon eine denkbare Entwicklung zu sein. Und dass die Hintergründe der Besatzung noch nicht erklärt werden, damit kann ich schon leben." (Spaceman Spiff)

"Unterhaltsam und spannend ABER nachdem Perry überraschend Thora angetroffen hat, habe ich erwartet, dass wir im vorliegenden Band etwas mehr darüber erfahren. Schade! Das gibt das Gefühl, dass die Handlung nicht vom Fleck kommt." (Grey)

"Boah! Was ne Schlaftablette! Der mit Abstand schlimmste Filler bislang! Das Schlusslicht unter allen bisherig veröffentlichten PRN-Romanen. Es passiert auch nichts relevantes zur Zyklus-Entwicklung. [...] Den Roman braucht man nicht zu lesen. Und kann es sein, dass Frank Böhmert zuviel Deus Ex Human Revolution gespielt hat? Wegen der ganzen Augment-Thematik und so." (Sly Boots)

Quelle: Perry-Rhodan-Forum (aber Achtung, falls ihr den Roman nicht gelesen habt und das noch tun wollt: Dort wird die Handlung diskutiert - damit könntet ihr euch den Spaß verderben)

Der einzige Schluss, den ich ziehen kann: Manche Leser wollen mehr Handlungsfortschritt; diese habe ich mit meinem Gastroman nicht erreicht.

Oder könnt ihr noch einen anderen ziehen?

Zwei Anmerkungen noch:

Aarn Munro - Lustig, wenn ein Berliner dem anderen attestiert, dass er nicht richtig berlinern kann ... Vielleicht hängt's von den bezirklichen Eigenarten ab? Die schöne Formulierung "Komm oben" etwa habe ich nur im Wedding gehört, nie in Kreuzberg.

Sly Boots - Ich spiele keine Computerspiele; sie langweilen mich ebenso tödlich wie dich offensichtlich meine Art zu schreiben, und von DEUS EX HUMAN REVOLUTION habe ich durch deinen Beitrag zum ersten Mal gehört. Die Augmentier-Thematik stammt vom Chefautor, dabei handelt es sich um einen Rückgriff auf den Anfang der Serie: In einem der ersten Bände kam ein augmentierter Motorradfahrer vor, der zur dort schon so genannten "Cyber-Community" gehörte. Ich habe da nur noch die "Cycos" draus gemacht, weil ich diese Eigenbezeichnung weniger sperrig fand, und das Ganze vertieft.

Und damit Ende der Mittagspause und zurück zur Brotarbeit ... Lasst's euch gutgehen!

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