Freitag, 29. August 2014

"GENIAL"

So, seit heute steht der Nachfolgeband zu BERLIN 2037 in den Kiosken, verfasst von Robert Corvus. Mein Neo-Roman ist jetzt also Geschichte - Seriengeschichte. Über die Verkäufe wissen wir Autoren ja nicht so viel, aber seine höchste Amazon-Platzierung hatte der Roman am 15.08. in der Rubrik SF-Bestseller mit einem erfreulichen dritten Platz:


Sehr schön! Auch wenn das natürlich nicht dem einzelnen Autor Böhmert hier zu verdanken ist, sondern dem eigentlichen Team der Serie; die Romane erreichen immer ungefähr diese Platzierung.

Tschüs, kleiner Serienroman! Mach's man jut.

***

Ansonsten ist der Roman zwar aus den Kiosken verschwunden, aber nicht aus der Welt: Die Backlist wird gepflegt und gekauft, solange die Serie fortbesteht.

Auch trudeln erst jetzt manche Reaktionen ein; zum Beispiel ist seit kurzem die erste Leserrezension auf Amazon online. "GENIAL", schreibt Extrapolit - jawohl, in Blockbuchstaben - und vergibt fünf Sterne. Er führt weiter aus:

Was mir persönlich sehr gefällt, sind die Hinweise auf "Bolo". Das kommt ja aus den frühen 90ern und zeigt eine wünschenswerte UTOPIA, eine Spielwiese für soziales Zusammenleben, das u. anderem auf Ökologie und Ressourcen-Sparsamkeit beruht. Inspirierende Ideen ohne Gleichmacherei und Klassenkampf.

Eigentlich ist Hans Widmers Bolo-Idee noch zehn Jahre älter, stammt also aus den frühen 1980ern. Und da Ralf Steinberg in seiner Rezension auf Fantasyguide ebenfalls auf das im Roman vorkommende Meri'bolo eingegangen ist, werde ich vor der Tagesarbeit doch am besten mal ein paar Worte zu diesem Punkt sagen. Ralf schreibt:

Natürlich kann man in einem Roman, der fest in eine Serienhandlung eingebunden ist und im nächsten Band an einem ganz anderen Ort spielt, keine soziologischen Abhandlungen und Mega-Extrapolationen unterbringen. Aber zumindest baut Frank Böhmert die bolo-Bewegung ein. Sehr witzisch und entspannt als Mias Elternhaus.
Das verdanken wir wohl der hinreißenden Erzählung Ein totes im see’bolo [von] Gecko Neumcke.

Ja, das stimmt. Dabei handelt es sich um eine Reminiszenz an genau diese herrliche Novelle, deren Lektüre ich im Frühling sehr genossen habe, siehe hier. Anfangs hatte ich sogar mit dem Gedanken gespielt, im Epilog einen Müllmenschen und Privatdetektiv vorkommen zu lassen, der sich auf die Suche nach einer gewissen verschwundenen Person macht - aber das hat dann später nicht mehr gepasst; die Prolog-Epilog-Klammer wurde für einen Serienbezug dringender gebraucht.

Also, liebe Leute: Wenn ihr BERLIN 2037 gelesen habt und das Kapitel bei Mias Müttern interessant fandet, dann besorgt euch unbedingt die Novelle von Gecko Neumcke! Dort könnt ihr ausführlicher lesen, wie das Leben in einem Bolo so aussehen könnte ... Außerdem ist das E-Book inzwischen ein Kandidat für mein persönliches Buch des Jahres.

Und damit frohes Rest-Schaffen und ein feines Wochenende allerseits;
lasst's euch gutgehen!

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