Mittwoch, 4. Juni 2014

Titelfindung

Neulich fragte Chefautor Frank Borsch, ob ich denn einen Titelvorschlag für meinen Perry-Rhodan-Neo-Roman hätte.

Hatte ich natürlich. Für mich fängt eine längere Geschichte immer mit dem Titel an - solange ich nicht wenigstens einen einigermaßen guten Arbeitstitel habe, bin ich blockiert. Meist muss ich sogar erst ein Titelbild vor dem geistigen Auge haben.

Ich hatte nicht nur einen Vorschlag, sondern derer drei. Zwei eher poetische Titel -

  • KATZENAUGEN
  • GESCHICHTE EINER KATZE (Reminiszenz an den großen Comic THE TALE OF ONE BAD RAT von Bryan Talbot, auf Deutsch als DIE GESCHICHTE EINER BÖSEN RATTE erschienen)

- und einen sehr plakativen, prosaischen; der war mein Favorit.

Chefautor Borsch entschied sich, ohne das zu wissen, für den plakativ-prosaischen und kündigte an, das so an die Redaktion weiterzugeben.

Gestern dann musste ich lachen. Im Posteingang war eine Mail von Chefredakteur Klaus N. Frick, der fragte, ob ich etwas gegen [hier den plakativ-prosaischen Titel denken] hätte, weil er das sonst gnadenlos draufschreiben würde.

Ich schickte ihm ein Lachgesicht.

Worauf sich Klaus wunderte.

Wie sich dann herausstellte, war exakt derselbe Titel unabhängig auch während eines Brainstormings in der Redaktion aufgekommen, und zwar von Seiten Klaus Bollhöfeners.

"... das ist ja lustig!", mailte ich Klaus Frick. "Lag wohl in der Luft. Umso besser!"

***

Sehr schön jedenfalls, dass sich nach DIE STERNENHORCHER, DAS LAND UNTER DEM TEICH und DIE RATTEN DER JERSEY CITY nun ein vierter von mir favorisierter Titel hat durchsetzen können.

Den verrate ich euch aber noch nicht - muss ja nicht immer ich derjenige sein, der solche Sachen als Erster rauströtet ...

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