Montag, 12. Mai 2014

Gelesen: Daniela Schreiter, SCHATTENSPRINGER (D 2014)

Worum geht's?

Laut Untertitel darum, "[w]ie es ist, anders zu sein". Schreiter erzählt uns von ihrem Leben als Asperger-Autistin.

Wie ist der Comic erzählt?

Als eine Mischung zwischen Autobiografie und Sachcomic - dabei interessanterweise jedoch nicht in einem realistischen Stil gezeichnet, sondern als Funny.

Was gefiel nicht so?

Entfällt. Bin restlos begeistert.

Was gefiel?

Das Ganze ist sehr warmherzig, sehr anschaulich und nachvollziehbar.

Gute Stelle?

Ich mochte besonders das Detail, dass die Aspergis, solange sie in der Sicherheit ihres Zuhauses sind, kleine Alien-Antennen auf dem Kopf haben, die beim Betreten der Welt draußen dann immer eingezogen werden, zur Tarnung. Das ist ein ebenso bestechendes wie locker daherkommendes Symbol!

Zu empfehlen?

Aber hallo! Der Band könnte sich als die wichtigste Comic-Neuerscheinung des Jahres herausstellen.

Ich war sehr berührt von der Lektüre - auch, weil einem eigene "seltsame" Verhaltensweisen klarer werden und manche (Kinder)Freundschaft plötzlich in einem anderen Licht erscheint. Das Buch kann einen sehr mitnehmen - im besten Sinne.

Wo aufgestöbert?

Ich weiß es nicht mehr. Irgendwo im Internet. Entweder auf einer Wissenschaftsseite oder auf mycomics. Im März habe ich es mir jedenfalls zum Geburtstag gewünscht, und meine Liebste hat es mir geschenkt:

(Eigenhändiger Scan vom vorhandenen Exemplar. Hardcover, 160 Seiten. Panini, Stuttgart, 1. Auflage März 2014)

Und sonst?

Höchste Zeit, dass jemand so etwas geschaffen hat! Es braucht noch viel mehr so locker-flockig erzählte Geschichten von Betroffenen aller möglichen "Krankheiten", "Störungen" und "Syndrome"!

Mehr Infos und eine Leseprobe findet ihr bei Panini. Und Daniela Schreiter führt auch ein tolles Blog.

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