Dienstag, 13. Mai 2014

Gelesen: Astrid Lindgren, RONJA RÄUBERTOCHTER (S 1981)

Worum geht's?

Ronja wächst mitten im Wald als Tochter eines Räuberhäuptlings auf. Als in schlechten Zeiten eine zweite Bande in die andere Hälfte der durch Blitzschlag gespaltenen Räuberburg einzieht, gerät Ronjas wildes, doch behütetes Leben aus den Fugen, und sie muss sich von ihrem Vater emanzipieren.

Wie ist das Buch geschrieben?

Urwüchsig, an Legenden und Märchen orientiert, gleichzeitig derb und zart

Was gefiel nicht so?

Entfällt. Das ist mein Lieblingsbuch von Lindren und auch allgemein eines meiner Lieblingsbücher.

Was gefiel?

Jetzt im April, bei der dritten Lektüre und nachdem ich selbst in Schweden gewesen bin, staunte ich vor allem darüber, wie sehr das ganze Buch von der schwedischen Landschaft und Kultur und Geschichte durchdrungen ist, bis hinein in einzelne Handlungswendungen. Das ist eigentlich ein Heimatroman.

Gute Stelle?

Auf Seite 32 findet sich ein schönes Bild für die Liebe. Deutsch von Anna-Liese Kornitzky.

Ronja schaute ihn sich an, wie er dort saß, und sie lachte leise, weil es ihn gab.

Zu empfehlen?

Aber hallo! Ein Trostbuch, ein Träumbuch, ein Buch zum Lachen.

Wo aufgestöbert?

Ich glaube, ich kannte zuerst die Verfilmung von 1984 mit dem Frühlingsschrei. Den fand ich so toll, dass ich dann auch einmal das Buch gelesen habe, aus der Stadtbibliothek. Vor ein paar Jahren schließlich habe ich mir die Sonderausgabe zum 60jährigen Verlagsjubiläum gekauft:

(Eigenhändiger Scan vom gelesenen Exemplar. Gebunden, 237 Seiten. Oetinger, Hamburg, Einmalige Sonderausgabe 2006)

Und sonst?

Lindgren war schon toll - kämpferisch, eigensinnig, kraftvoll. Radikal zu ihren Figuren stehend, zur Not gegen jeden Zeitgeist. Das alte Weib in der Baumkrone!

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