Mittwoch, 1. Februar 2012

In der engeren Auswahl sind ...

Ich küre ja immer irgendwann mein ganz persönliches Buch des Jahres. Neulich traf ich eine Vorauswahl für 2011; ihr findet sie hier. Immerhin dreizehn Titel, es war ein gutes Lektürejahr!

Heute wird es Zeit für die engere Auswahl. Verlinkt sind immer meine ursprünglichen Lektürenotizen, falls jemand mehr wissen möchte. Bittschön:
  • Madeleine Albrights MADAME SECRETARY (USA 2003), hier. Größtes Plus: die unterhaltsamsten Politikermemoiren, die ich je gelesen habe. Größtes Manko: Es sind Politikermemoiren.
  • Pauls Toutonghis GESCHICHTE VON YURI BALODIS UND SEINEM VATER, DER EIGENTLICH COUNTRY-STAR WAR (USA 2006), hier. Größtes Plus: Die mitreißende gefühlvolle Erzählweise; ein Schmöker! Größtes Manko: unspektakuläre Familiengeschichte.
  • Sebastian Haffners GERMANY JEKYLL & HYDE (GB 1940), hier. Größtes Plus: der unmittelbare Blick eines Zeitzeugen auf Nazideutschland. Größtes Manko: Dass der Verlag diese nach Jahrzehnten endlich auch in Deutschland verlegte Brandschrift eingekürzt hat, weil er sich angemaßt hat zu wissen, was heutige Leser daran interessiert bzw. nicht interessiert.
  • Carlos Ruis Zafóns DER SCHATTEN DES WINDES (SP 2001), hier. Größtes Plus: die Nebenfigur des anarchistischen Hilfsantiquars Fermín. Was für ein lebenslustiger, liebenswerter Querkopf! Größtes Manko: Das Buch ist dick. Sehr dick.
  • Georges Simenons DER GROSSE BOB (F 1954), hier. Größtes Plus: Wie sinnlich nahe einem die frühen 1950er Jahre rücken. Das ist bezaubernd. Größtes Manko: Fällt mir keins ein, höchstens dass es ein betont kleines Buch ist. Aber ist das ein Manko?
  • Jared Diamonds KOLLAPS (USA 2005), hier. Größtes Plus: Die ideologische Offenheit. Größtes Manko: Ich fand das Buch nicht konzentriert genug; manche Abschweifungen hätte ich am liebsten übersprungen, auch wenn sie nachträglich einleuchteten.
(Durchgestrichen = inzwischen aus der engeren Auswahl geflogen)

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