Freitag, 6. Januar 2012

Schön war's!

Auch mein zweites Mal als Gast bei der Lesebühne Schlotzen & Kloben hat Spaß gemacht. Die Tristeza ist eine lustige Kaschemme, der Nebenraum war hübsch voll, und das Publikum von Jasper Nicolaisen (der diesmal pausierte), Jakob Schmidt und Simon Weinert hört immer neugierig und konzentriert zu und bringt Amüsierlaune mit.

Eigentlich gehört es sich nicht, dort alte und gar schon gedruckte Sachen zu lesen - die Kollegen schlotzen da jedes Mal frisch hingeklobte Texte raus. Simon etwa las einen Dialog und einen Monolog, die er am selben Tag erst aufs Papier gehauen hatte! Jakob hatte sich zwei, drei Tage mehr Zeit für seine Geschichte gelassen, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Um da wenigstens ein bisschen mitzuhalten, habe ich, vom Start- und Schlussgedicht und dem BLOSS-WEG-HIER-Ausschnitt abgesehen, meine Gedichte wenigstens immer spontan nach dem Hören der jeweiligen Story rausgesucht, was manchmal gar nicht so einfach war, aber immerhin ein sportlicher Ansatz.

Ansonsten: Was Simon mit seinem Silvestermonolog abgezogen hat, möchte ich schon gar nicht mehr als Lesung bezeichnen, er ist förmlich reingekrochen in seine ebenso betrunkene wie aufgekratzte Heldin - zur Freude des Publikums. Von seiner Mimik und Gestik hätte man glatt einen Videomitschnitt machen sollen! Und Jakob hat nicht nur eine abgedrehte Fantasy-Geschichte mit der ganzen Bagage - also mit Elfen, Zwergen und Orks - geliefert, sondern auch noch aus seiner aktuellen Übersetzung für Golkonda vorgelesen: K.J. Parkers PURPUR & SCHWARZ, eine offensichtlich sehr amüsante Novelle, die einzig aus offiziellen Diplomatendepeschen und ihren privaten Anhängen besteht, hier.

Fazit: Leute, geht da hin, wenn ihr gern Fantastisches hört und auch mal was zu lachen haben wollt!

Und ich selber habe Lust bekommen, wieder öfter Lesungen zu machen. Mal schauen, was sich da anschieben lässt!

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