Montag, 10. Oktober 2011

Viel besser als Sorgen: "Unnützes" am Morgen!

Eine der vielen schönen Seiten des Schreibens ist ja, dass man so wenig Werkzeug braucht. Ein anständiger Kugelschreiber und ein, zwei Notizhefte reichen. Da ist man mit unter fünf Euro dabei.


Und schwupp, schon kann man, wenn einen über Nacht die Inspiration gekitzelt hat, zur Not schon beim Frühstück rasch ein paar Sachen notieren, bevor der Arbeitstag einen ruft.

So wie heute. Frisch aus dem Notizheft:

"Zeitlupenball"

Idee für märchenhafte Erzählungen wie Astrid Lindgren u. Peter Hacks: in der eigenen Kindheit spielen lassen! Das ist weit genug weg.

"In einer Zeit, als Wünschen noch richtig Laune gemacht hat" oder "als man noch schneller satt war, als man wollte" ...

Ende der 60er / Anfang der 70er

Der Traum vom Zeitlupenball als Ausgangsstory: Er ist aus Gummi, aus trägem Gummi; wenn man ihn tritt, verbraucht er diese Energie ganz langsam, in Zeitlupe. Man kann sich an ihn dranhängen, wenn er abhebt, und dann fliegt man mit ihm mit. Landet kurz, wenn er auftrumpft, und hängt sich dann wieder an ihn dran. So bewegte ich mich fröhlich durch die Stadt, u.a. am Ostbahnhof, segelte da bei dem kleinen grünen Platz vor der Galeria Kaufhof herum.

Die Geschichten könnten sich dann immer um

"U n n ü t z e s"

drehen, um Erfindungen, die zu nichts taugen, um Handlungen, die "nicht hilfreich" sind, und der Clou ist dann immer, dass sie dann doch etwas nützen, nämlich der Lebensfreude ...

Beim Zeitlupenball lernt der Held z.B. dann seine erste Freundin kennen: "Sie war keine schöne Prinzessin, sie hatte einfach nur glatte Haare und einen Pulli an und so ein Omakleid, aber sie war genau richtig. Wenn sie gelacht hat, Keule, dann ging die Sonne auf!"

Melodie: Der Vater oder irgendeine Autoritätsperson meckert immer, dass das unnütz wäre, aber die Jungs schmunzeln sich an und wissen es besser.

Apropos Melodie: Er-Form, wie im Märchen, ansonsten und melodiös erzählt à la Andersen oder Hacks.

Sollte es einen Opa geben, der im Krieg geblieben ist? Einen anarchistischen Erfinder, in dessen Schuppen auf dem Hängeboden die verrücktesten Erfindungen schlummern?

"Nichts ist so gut wie das, was zu nichts gut ist", könnte auf einem versteckten Holzschild stehen. (Echtes Zitat, recherchieren, Viktor hat's.)

Einer der Jungs könnte "Krille" heißen, "von Christian, aber mit K".

Gefällt mir. Gefällt mir sehr. Eigentlich müsste ich heute einen Schreibtag einschieben, dann wäre die erste Geschichte irgendwann am frühen Abend fertig. Ein andermal!

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