Sonntag, 1. März 2015

Übersetzungs-Gewinnspiel [beendet]

So, liebe Leute, dann wollen wir mal!

Neulich sind die Belegexemplare meiner Übersetzung von Tim O'Rourkes FLASHES eingetrudelt:


Die könnt ihr jetzt gewinnen!

Das Spiel geht so:

1. Ich stelle eine Textstelle aus dem Original ein.

2. Die sollt ihr übersetzen! Und zwar frisch und frei von der Leber weg, ohne große Skrupel, denn

3. Wer mir als erstes seine Übersetzung unten in die Kommentare stellt, hat sich damit ein Buch verdient!

Dann geht das Spiel wieder von vorne los - maximal so lange, bis alle Exemplare weg sind.

Es geht also nicht darum, möglichst toll und perfekt zu übersetzen - das wäre auch schwierig, weil ihr ja gar keine Möglichkeit habt, euch groß auf den Klang des Autors einzuschwingen.

Es geht einfach nur darum, es selber mal mutig mit dem Übersetzen zu versuchen und sich dann mit dem Text zu vergleichen, wie er jetzt in der deutschen Ausgabe steht.

Dabei lernen wir vielleicht alle was, denn wer weiß, vielleicht ist eure spontane Lösung dann ja sogar besser als die von mir gewählte und vom Lektorat für gut befundene? Ich bin gespannt!

***

Okay, vorab noch zwei Infomöglichkeiten:

Wer durch irgendwelche Links heute zum ersten Mal hier gelandet ist, möchte vielleicht wissen, was das überhaupt für ein Buch ist. Das lässt sich hier im Blog nachlesen.

Wer sich vorab ein bisschen auf den Klang einschwingen will, kann auf die Verlagsseite gehen und die Leseprobe anklicken. Die öffnet sich, wenn ihr unter dem Cover den kleinen Buch-Button anklickt. Es sind immerhin die ersten vier Kapitel.

Alles klar soweit? Dann los! Macht euch schon mal schlau, während ich die erste Textstelle auswähle ...

***

Erstes Gewinn-Exemplar, erste Textstelle. Charley hat sich gerade in der Schule nach einem Anfall auf der Mädchentoilette ins Waschbecken erbrochen. Eine Klassenkameradin kommt rein:

"What's wrong?" Lucy [...] asked, dropping her bag to the floor and rushing to my aid.

"Aw, it's nothing," I told her.

"That's crap, Charley, and you know it," she said. "I've known you since primary school and you've always suffered from headaches. My mum reckons you've got a tumor."

"Thanks," I said, rubbing my temples. "Cheer me up, why don't you?"

Dann legt mal los! Wer traut sich?

Markus "Pogopuschel" Mäurer hat sich getraut:

»Was ist los?«, fragte Lucy, während sie ihre Tasche auf den Boden fallen ließ und mir zur Hilfe eilte.

»Ach, es ist nichts«, antwortete ich ihr.

»Das ist Blödsinn, Charley, und das weißt du«, entgegnete sie. »Ich kenne dich seit der Grundschule, und du hattest schon immer Kopfschmerzen. Meine Mum meint, dass du einen Tumor hast.«

»Danke«, sagte ich und rieb mir die Schläfen. »Heiter mich nur weiter so auf.«

Das läuft natürlich gut rund; kein Wunder bei einem inzwischen professionellen Fernsehübersetzer. Und "Heiter mich nur weiter so auf" hat was. Hier zum Vergleich die deutsche Ausgabe, Seite 57:

"Was hast du denn?", fragte Lucy, ließ ihren Rucksack zu Boden fallen und eilte mir zu Hilfe.

"Ach, nichts weiter."

"Das ist Blödsinn und das weißt du selber. Ich kenne dich seit der Grundschule und du hattest schon immer diese Kopfschmerzattacken. Meine Mum sagt, du hast bestimmt einen Tumor."

"Na vielen Dank auch." Ich rieb mir die Schläfen. "Das macht mir richtig Mut."

***

Gewinn-Exemplar Nr. 2, zweite Textstelle - jetzt mal ein bisschen schlichte Beschreibung. Der Kriminalpolizist Tom kommt nach einem spontanen privaten Ausflug einigermaßen verdreckt auf der Arbeit an:

I arrived at the police station with just over ten minutes to spare. I'd stopped off at home to change out of my jeans. But my smart work shoes no longer gleamed; they were caked with mud from where I had been trampling up and down the dirt track with Charley. The hems of my trousers were flecked with mud.

Ihr seid dran. Wer traut sich als Nächstes?

Moyashi hat sich getraut, und zwar ohne Übersetzerin zu sein - super! So lobe ich mir das. Hier ihre deutsche Fassung:

Ich erreichte das Polizeipräsidium zehn Minuten vor der Zeit. Zuvor hatte ich einen kurzen Stopp daheim gemacht um meine Jeans zu wechseln. Meine modischen Arbeitsschuhe hatten allerdings inzwischen ihren Glanz verloren und sie waren, nach dem Marsch mit Charly über den schlammigen Pfad, mit Dreck verkrustet. Am Saum meiner Hosenbeine klebten schmutzige Flecken.

"Zehn Minuten vor der Zeit" gefällt mir! - Und hier die deutsche Fassung, wie sie im Buch auf Seite 167 steht:

Als ich auf dem Revier ankam, blieben mir gerade noch zehn Minuten bis zum Schichtbeginn. Ich hatte zu Hause nur rasch die Jeans gegen eine andere Hose ausgetauscht. Aber meine guten Schuhe für die Arbeit glänzten nicht mehr, sondern waren nach meinem kleinen Ausflug mit Charley über und über mit Schlammkrusten bedeckt. Die Hosenbeine waren am Saum schon wieder voller Flecken.

Ihr seht, die Frage, wie die Sätze im Deutschen laufen sollen, ist zu einem Großteil Gefühlssache. Manchmal gelingt es mir, Sätze im Deutschen kürzer laufen zu lassen als im Original, manchmal verlängere ich sie mit Absicht, wie hier den ersten Satz, damit der Druck, unter dem Tom steht, besser spürbar wird.

Andere Übersetzer entscheiden solche Gewichtungen vielleicht genau andersrum, und schon wirkt alles auf den ersten Blick ganz unterschiedlich. Auf den zweiten Blick ist dann wichtig, dass der Sound stimmt - und das kann in den unterschiedlichsten Varianten der Fall sein.

***

Gewinn-Exemplar Nr. 3, dritte Textstelle - eine Vision während Charleys "Blitzen":

Flash! Flash! Flash!

I saw a black leather purse.

Flash!

"Do you want a lift?" A man's voice whispered in my ear.

Flash! Flash!

Trust me.

Flash!

Get in, love.

Flash! Flash! Flash!

The sound of a car door opening. The same car as before.

Wer wagt's?

Kallias von Zettels Raum war der Schnellste:

Blitz! Blitz! Blitz!

Eine schwarze Ledertasche.

Blitz!

"Soll ich dich mitnehmen?" Eine Männerstimme dicht an meinem Ohr.

Blitz! Blitz!

Vertrau mir.

Blitz!

Steig ein, Kleine.

Blitz! Blitz! Blitz!

Eine Autotür sprang auf. Das gleiche Auto wie zuvor.

Da sind einige sehr schöne Lösungen drin! - Hier meine deutsche Fassung:

Blitz! Blitz! Blitz!

Ich sah ein schwarzes Portemonnaie aus Leder.

Blitz!

"Möchtest du mitfahren?", flüsterte mir ein Mann ins Ohr.

Blitz! Blitz!

"Vertrau mir."

Blitz!

"Steig ein, Mädchen."

Blitz! Blitz! Blitz!

Die Tür eines Wagens wurde geöffnet. Dasselbe Auto wie zuvor.

Kallias' "Eine Autotür sprang auf" gefällt mir viel besser als meine Lösung; das muss ich echt sagen.

Dass es sich bei der "purse" um eine Geldbörse handelt, wird erst im weiteren Zusammenhang deutlich. Und dass die Lektorin und ich bei der wörtlichen Rede die Anführungszeichen durchgezogen haben, hat immer etwas mit nachvollziehbarer Stilistik zu tun; die ist im Jugendbuch wichtiger als das Schreiben wie Anfühlen, das im Erwachsenenbuch gern mal verwendet wird.

***

Gewinn-Exemplar Nr. 4, vierte Textstelle - auf dem Polizeirevier. Ein Streit unter Kollegen, und im nächsten Moment kommt der Chef rein:

"What's that supposed to mean?" Jackson hissed.

Before I've had the chance to explain what I meant, and I wasn't sure that I could, the door to the locker room flew open. Harker stood in the open doorway, his face ashen and his cold eyes boring into mine.

Pointing a finger at me, he said, "You, my office, now!"

Na, wer diesmal? Sollte eine gewisse Kommentatorin ;-) es schaffen? Wir sind gespannt!

(Zwischenbemerkung. Weil mir schon mehrere Leute gesagt/gemailt haben, wie viel runder meine Sätze klingen würden: Lasst euch davon bloß nicht entmutigen! Ich hatte diverse Vorteile - mehr Zeit als Allererstes, und außerdem seht ihr die Stellen oben ja so, wie sie nach Lektorat und Korrektorat aussehen.)

So, Maike Claußnitzer hat das Exemplar ergattert:

"Was soll das denn heißen?", zischte Jackson.

Doch bevor ich Gelegenheit hatte, zu erklären, was ich meinte - nicht, dass ich mir sicher gewesen wäre, dazu überhaupt in der Lage zu sein! - flog die Tür zur Umkleide auf. Harker stand mit aschfahlem Gesicht auf der Schwelle und sah mir mit kaltem, stechendem Blick unverwandt in die Augen.

Den ausgestreckten Finger auf mich gerichtet sagte er: "Du. Ab in mein Büro. Sofort."

Da sind auch einige schöne Lösungen drin; die schlichte "Umkleide" gefällt mir. Hier meine Übersetzung:

"Was soll das denn heißen?"

Bevor ich es näher ausführen konnte - und ich war mir nicht sicher, ob ich das überhaupt konnte -, flog die Tür zum Umkleideraum auf. Harker stand im Flur, das Gesicht aschgrau, und starrte mich aus kalten Augen an.

Er stieß einen Finger in meine Richtung. "Sie, in mein Büro, sofort!"

Das "zischte Jackson" konnte ich natürlich nur weglassen, weil im Zusammenhang des vollständigen Dialogs klar ist, wer spricht.

***

Gewinn-Exemplar Nr. 5, fünfte Textstelle - sie erklärt sich von selbst:

Sleep hadn't come easy, so I had spent most of the night playing The Last of Us on the PS3 until I finally crashed out at around seven a.m. Childish I know, but a good way to unleash my frustrations and anger. Each zombie I shot, I pretended it was Jackson.

Inzwischen arbeiten ja schon mehrere Leute parallel - also nicht lange zaudern, sondern frisch, frech, fröhlich und frei raushauen!

Rums, das ging schnell! Pbcat hat nach glatten fünf Minuten das Rennen gemacht:

Ich konnte einfach nicht einschlafen, daher spielte ich den Großteil der Nacht "The Last of Us" auf der PS3, bis ich endlich gegen sieben Uhr früh einnickte. Natürlich war das kindisch, aber auch eine gute Art, um meinen Frust und meinen Zorn abzureagieren. Bei jedem Zombie, den ich erschoss, bildete ich mir ein, er wäre Jackson.

Den ersten Satz in die einfache Vergangenheit zu setzen, ist sehr elegant; die Zeiten sortiere ich auch immer gern beim Übersetzen. Bei meiner Lösung habe ich allerdings darauf verzichtet, einfach weil es ein Kapitelanfang ist. Das konntet ihr natürlich nicht wissen:

An Schlaf war nicht zu denken gewesen und so hatte ich den Großteil der Nacht damit verbracht, auf der PS3 The Last of Us zu zocken. Kindisch, ich weiß, aber eine gute Möglichkeit, Frust und Wut abzubauen. Bei jedem Zombie, den ich abknallte, dachte ich an Jackson.

***

Gewinn-Exemplar Nr. 6, sechste Textstelle - die fand ich aus diversen Gründen ganz schön tückisch, aber macht mal einfach! Locker gewinnt. Hier:

"C'mon!" I screamed, pounding the steering wheel with my fist.

The snow was falling so heavily now that everything was obscured by a white blur. The car slipped forward, every few yards the back wheels spinning against the slippery road. I eased my foot down on the accelerator, desperate to keep pushing on as fast as I could in the direction of the derelict house.

Katharina Glyck hat's locker gemacht:

"Ach komm schon!“ schrie ich, während ich mit der Faust auf's Lenkrad einschlug.

Der Schnee fiel mittlerweile so dicht dass alles in einem weißen Schleier verschwand. Das Auto rutschte vorwärts, alle paar Meter drehten die Hinterräder auf der rutschigen Straße durch. Vorsichtig trat ich das Gaspedal weiter durch, verzweifelt versuchend weiter voran zu kommen auf dem Weg zum Abbruchhaus.

Meine Variante im gedruckten Buch:

"Nun mach schon!", rief ich und schlug mit der Faust aufs Lenkrad.

Der Schnee fiel jetzt so dicht, dass alles hinter den Flocken verschwand. Der Wagen schlitterte auf der glatten Straße mehr, als dass er fuhr. Aber da ich so schnell wie möglich zu dem verfallenen Haus kommen wollte, ging ich auch nicht vom Gas.

Ihr seht, ich habe das sehr frei übersetzt und Tempo gemacht, analog zur Handlung.

Was fand ich tückisch an der Stelle?

Erstens das schöne Wörtchen "blur" - mit dem stehe ich auf Kriegsfuß. Es gab noch keine einzige Stelle in meinen Übersetzungen, wo ich dieses Substantiv einfach aus dem Kopf übersetzen konnte. Oft löse ich es in eine Handlung auf oder wie hier in eine konkretere Bezeichnung.

Zweitens läuft im Deutschen die Erzählweise oft anders als im Englischen. Was der Autor im letzten Satz als Nachklapp liefert, den Grund nämlich, sich so zu beeilen, stellen wir im Deutschen oft lieber voran.


(19 Uhr 30 - Ich gehe für den Rest des Sonntagabends offline. Morgen kommt die nächste Textstelle ...)

(02.03., 8 Uhr 20 - Weiter geht's ...)

***

Gewinn-Exemplar Nr. 7, siebte Textstelle - der Polizist Tom sitzt in seinem Auto und zaudert, mit seinem Handy einen bestimmten Anruf zu machen:

For God's sake, Tom, grow some balls, I heard my father whisper as if sitting on the back seat.

And however much the memory of his voice got my back up, he was right - I needed to grow some and fast.

Na, wer kommt zum Zuge? Vielleicht geht ja diesmal Erling Plaethe oder Dani Schwarz als Erstes durchs Ziel? Oder jemand ganz Neues?

Ein alter Bekannter aus der Science-Fiction-Szene war's - Michael Baumgartner. Und er macht richtig gut Tempo:

Um Himmels willen, Tom, du brauchst Eier. Ich konnte die Stimme meines Vaters hören, als säße er auf dem Rücksitz.

Wiewohl es mir bei der Erinnerung an seine Stimme kalt den Rücken herunterlief, er hatte recht. Ich brauchte Eier, und das schnell.

Ja, die direkte Übersetzung von "balls" mit "Eiern" hört man in den letzten Jahren immer öfter. Ich schrecke da zumeist vor zurück, obwohl es hier durchaus eine angemessene Lösung ist. Meine Variante geht so:

Herrgott, Tom, nun bring doch mal ein bisschen Mumm auf, hörte ich meinen Vater flüstern, als würde er auf der Rückbank sitzen.

Und sosehr sich mir bei der Erinnerung an seine Stimme auch die Nackenhaare sträubten - ich musste unbedingt welchen aufbringen, und zwar schnell.

***

Gewinn-Exemplar Nr. 8, achte Textstelle - wo wir gerade beim Thema telefonieren waren, derselbe Kripobeamte, ein anderes Gespräch. Die Kollegin aus einer anderen Abteilung zögert, ihm etwas zu sagen. Ach ja, er kennt sie von der Ausbildung her, sie duzen sich also:

"Go on", I said, gripping the phone so tightly I heard my knuckles crack.

"Keep this between you and me, okay, because I don't want to get him any trouble, or anything," she said.

"Get who into any trouble?"

"You know, that tall guy from CID, the one who loves himself [...]"

Wer will? Ein Tipp: lockerer Dialog ist gefragt, also löst das lieber knackig als wortgetreu!

Ulrich Elkmann von Zettels Raum wollte - und war schnell, sowohl beim Übersetzen als auch im Dialog:

"Und weiter?" sagte ich, den Apparat* so fest in der Hand, daß die Knöchel knackten.

"Das bleibt zwischen uns. Ich will nicht, daß er Ärger kriegt, oder sonstwas", sagte sie.

"Wer soll Ärger kriegen?"

"Du weißt schon, der lange Kerl von der Kripo, der sich für den Größten hält..."

(* oder "den Hörer", falls es sich um einen Festnetzanschluß handelt)

Ha! So geht's! Bei mir liest sich die Stelle wie folgt:

"Sag schon." Meine Finger schlossen sich so fest um den Hörer, dass die Knöchel knackten.

"Das bleibt aber unter uns, okay? Ich will nicht, dass er meinetwegen Ärger bekommt oder so."

"Wer denn?"

"Na, dieser Großkotz von der Kripo [...]"

***

Gewinn-Exemplar Nr. 9, vorletzte Textstelle - jetzt quäle ich euch mal mit ein bisschen mehr Text und zugleich mit Aktion und Beschreibung. Charley ist in ihr Zimmer eingeschlossen:

 [P]ushing the window open, I swung one leg out over the window ledge. Turning onto my stomach, I pushed the other leg out and hung precariously out of the window. If my father were to come home now he'd probably think I wanted to do myself in, or had gone totally mad at the very least. I lowered myself out of the window, the wind howling about the eaves and blowing snow into my face. I felt the tips of my trainers touch the roof of the porch above the front door. I hoped it would support me. Carefully, I eased myself down until all my weight was on it, then reached up and pushed my window close.

I jumped down into the snow, landing with a heavy thud and rolling over onto my back. I'd winded myself, but that was the worst of it.

Na, will irgendjemand?

Ulrich Elkmann wollte noch ein zweites Mal - allerdings außer Konkurrenz. Da keine alternative Übersetzung reinkam, hier seine:

Ich schob das Fenster hoch und hob ein Bein über das Fensterbrett. Ich drehte mich auf den Bauch, zog das andere Bein nach draußen und hing im unsicheren Gleichgewicht. Wenn mein Vater jetzt nach Hause gekommen wäre, hätte er mich bestimmt für eine Selbstmordkandidatin oder mindestens völlig durchgekallt gehalten. Ich ließ mich tiefer hinab, während der Wind um den Dachvorprung heulte und mir Schnee ins Gesicht trieb. Ich merkte, daß meine Sportschuhe das Vordach über dem Eingang berührten. Ich hoffte, daß es mein Gewicht aushalten würde. Vorsichtig ließ ich weiter nach, bis ich ganz darauf stand. Dann griff ich nach oben und schob das Fenster zu.

Ich sprang in den Schnee hinunter, landete mit hefigem Aufschlag und rollte auf den Rücken. Ich war außer Atem, aber das war auch alles.

Ja, was man mit den verflixten Fenstern macht, ist immer wieder ein Problem :-) In manchen Ländern sind es nach oben zu öffnende Schiebefenstern, in den USA etwa, in anderen gehen sie nach innen auf wie bei uns in Deutschland, in wieder anderen nach draußen - so habe ich das in England und Schweden erlebt.

Meine Lösung, wie sie jetzt im Buch steht:

[Ich stieß] das Fenster auf und kletterte nach draußen. Ich drehte mich auf den Bauch und ließ mich vorsichtig nach unten gleiten, während mir der Wind Schnee ins Gesicht wirbelte. Wenn mein Vater jetzt zufällig nach Hause kam, dachte er wahrscheinlich, ich wolle mich umbringen oder hätte zumindest endgültig den Verstand verloren. Die Spitzen meiner Turnschuhe berührten das Dach der Veranda. Hoffentlich trug es mich. Ich verlagerte langsam mein Gewicht, bis ich wieder auf beiden Füßen stand, dann griff ich nach oben und drückte das Fenster wieder zu.

Ich sprang runter in den Schnee, kam hart auf und rollte auf den Rücken. Es hatte mir den Atem verschlagen, aber das war auch schon alles.

Ihr seht wieder, bei Abläufen übersetze ich gern frei, um flüssig und nachvollziehbar zu bleiben - ich folge lieber der Erzählung als dem Satzbau. Und unwichtige Einzelheiten lasse ich gern weg, um dicht bei der Figur zu bleiben - dass Charley sich ausgerechnet über der Haustür auf das Verandadach herunterlässt, brauchen wir hier nicht (was ihr da draußen nicht wissen konntet), und im Englischen kann man das mit den "eaves" locker nebenbei einbauen, aber im Deutschen werden da gleich völlig sperrige "Dachvorsprünge" draus, um Himmels willen! Da mache ich dann, weil ich gern die Kürze des Originals halte, ein "ums Dach" draus oder lasse es wie in diesem Fall gleich ganz weg.

***

Noch einmal Gewinn-Exemplar Nr. 9, jetzt die zehnte Textstelle - hier kommt noch ein schöner Dialog. Zwei Kripomänner streiten sich nach einem Verhör über den Verdächtigen:

"Give me a break, that's just an act [...] You don't really buy the tears and the snivelling do you? That's not a result of him crying, that's from all the shit he's snorted up his nose. The guy's a drug addict, for Christ's sake."

"He does a bit of blow [...] He's not on crack."

"I couldn't give a toss if he's stuffing Smarties up his nose and shooting Sherbet Dips through his veins. What matters to me is what happened to that girl last night."

Eine wunderbare Stelle zum Austoben - haut rein!

Aber Beiträge außer Konkurrenz diesmal bitte nur, nachdem jemand, der gewinnen möchte, seine Variante eingestellt hat, okay?

S. hat reingehauen und sich ausgetobt:

„Mach mal halblang, das ist doch nur Show […] Du kaufst ihm doch nicht wirklich die Krokodilstränen und die Rotzspuren ab, oder? Die kommen nicht vom Flennen sondern von dem ganzen Dreck, den er sich durch die Nase gezogen hat. Das ist ein gottverdammter Junkie.“

„Er raucht ein bisschen Gras, ist aber noch lange kein Crackhead.“

„Ist mir piepegal, ob er Smarties schnupft oder sich Brause durch die Adern jagt. Was mich besorgt macht ist das Schicksal des Mädchens von letzter Nacht.“

Meine Version, wie sie im Buch steht:

"Jetzt hören Sie aber auf, das ist doch alles nur Show! [...] Sie nehmen ihm doch nicht ernsthaft die Tränen und das Rumgeschniefe ab, oder? Das kommt nur von dem ganzen Dreck, den er sich in die Nase gezogen hat. Der Junge ist drogensüchtig, Herrgott noch mal."

"Der ist doch nicht auf Crack. Er kifft ein bisschen."

"Von mir aus kann er sich auch Smarties die Nase hochschieben oder sich Brausepulver in die Venen jagen. Mich interessiert nur, was gestern Nacht diesem Mädchen zugestoßen ist."

Das war jetzt wieder ein schönes Beispiel für verschiedene Lösungen aufgrund verschiedener Sprechweisen!

***

Gewinn-Exemplar Nr. 10, letzte Textstelle - zum krönenden Abschluss eine Stelle, die vom Verständnis her supereinfach ist, mit der ich aber trotzdem nicht so gut zurechtgekommen bin:

[...]  when my phone buzzed. I yanked it out of my pocket. One new message. I opened it.

Charley, help me!

I reread the message, mouth dry and tasting of road kill. Where had that taste come from?

Na? Wie löst ihr das spontan?

Lucardus löst es so:

[...] als mein Handy brummte, riss ich es aus der Tasche. Eine neue Nachricht. Ich las sie.

Charley, hilf mir!

Ich las sie nochmal. Trockener Mund, überfahrenes Viehzeug auf der Zunge. Woher kam dieser Geschmack?

Gefällt mir! "Tastes like roadkill" ist eine neue Redewendung, die sich gerade immer mehr verbreitet; auf Englisch so schön knackig, auf Deutsch umständlich. Meine Lösung im Buch geht so:

[...] da vibrierte mein Handy. Rasch zog ich es aus der Tasche. Eine neue Nachricht. Ich öffnete sie.

Charley, hilf mir!

Mein Mund war trocken und ich hatte plötzlich den Geschmack von totem Tier am Straßenrand auf der Zunge. Wo kam der bloß her?

Ihr seht, das "reread" habe ich weggelassen, zum Einen um Platz für meine umständliche "roadkill"-Übersetzung zu schaffen, zum Anderen, wie erzählenswert ist der Vorgang, auf einen Drei-Wort-Satz zu starren?

Lucardus' Variante gefällt mir deutlich besser. Tatsächlich ein krönender Abschluss!

***

Wer noch was zu bequatschen hat - immer munter in die Kommentare damit!


-----

English summary for foreign readers: I gave away ten of my eleven specimen copies of ICH SEHE WAS, WAS NIEMAND SIEHT (FLASHES) by Tim O'Rourke. To get one, people had to translate some sentences of the original book into German and then could match it with my translation. It was fun! And I think, we all learned a bit.

Montag, 23. Februar 2015

Meine beiden essentiellen Schreib-Faustregeln

Neulich war Berlinale,

also war Helmut Ehls in der Stadt,

also haben wir uns zu unserem obligatorischen Berlinale-Frühstück getroffen, diesmal im erst neu von mir entdeckten Tante Emma:

(Selfie von Helmut)

Ihr kennt Helmut wahrscheinlich am ehesten als Redakteur des legendären Science-Fiction-Fanzines Phalanx aus den 1970ern Jahren (dort ein schönes Interview dazu) oder als Lektor von diversen Perry-Rhodan-Produkten - aber um Perry Rhodan ging es diesmal gar nicht, sondern um die derzeitigen Schreibprojekte von uns beiden.

Dabei kamen auch - wie so oft, wenn es ums Handwerk geht - meine beiden essentiellen Schreib-Faustregeln  zum Tragen, und weil die hier im Blog noch gar nicht präsent sind, will ich sie euch nun kurzerhand, ähem, präsentieren.

Erste Faustregel:
KEINE ANGST VOR KITSCH!

Worum geht's?

Unterm Schreiben kommt man oft an seine Gefühle ran; man lacht bei einer witzigen Dialogstelle, man bekommt eine Gänsehaut, es steigen einem vielleicht Tränen in die Augen.

Diese Stellen erscheinen einem mit etwas Abstand dann gern banal, kitschig, flach - und man verspürt den Reiz, daran herumzudoktern.

Das ist verständlich: Es sind die Stellen in der Erzählung, an denen man am nacktesten war.

Es ist aber auch grundfalsch: Das sind gleichzeitig die wahrhaftigsten, spontansten, gefühlvollsten Stellen, und meiner Erfahrung nach sind es auch die Stellen, die von Lesern oft als sehr lebendig wahrgenommen werden.

Kurz: Es sind die heiligen Stellen.

Was also tue ich? Wann immer ich eine starke Gefühlsregung beim Schreiben habe, markiere ich mir anschließend die entsprechende Stelle. Sie darf nicht mehr überarbeitet werden. Von behutsamen Rechtschreib- und Grammatikkorrekturen abgesehen muss da alles so bleiben, wie es ist.

Zweite Faustregel:
WÜRDEST DU DAS SO AUCH AM LAGERFEUER ERZÄHLEN?

Worum geht's?

Skrupel und Unsicherheiten verlocken einen oft dazu, zusätzliche Ebenen in die Erzählung einzuziehen. Im Extremfall konstruiert man seine Geschichte zu Tode.

Dagegen hilft der Lagerfeuer-Test: Wenn man diese zusätzliche Ebene, diese raffinierte Symbolik oder Spiegelung oder weiß der Geier was am Lagerfeuer nie rüberbringen könnte, weil man sich verhaspeln würde oder die Leute schlicht anfangen würden einzuschlafen oder rumzualbern, dann munter raus damit! Fröhlich streichen! Taugt ja eh nix.

Und schwupp, ist man wieder bei der in unsicheren Stunden so banalen, flachen, peinlichen Geschichte.

Die aber die eigentliche, die wichtige, die richtige Geschichte ist.

Und genau darauf zielen diese beiden Schreib-Faustregeln ab: Sie helfen dabei,

  • Eitelkeiten, die sich gern als Unsicherheiten tarnen (jawohl, unangenehme Wahrheit das!), beiseitezuschieben,
  • die eigentliche Geschichte zu finden und sie 
  • mit der eigenen Stimme zu erzählen.

Wer daran interessiert ist, möchte diese Faustregeln vielleicht mal ausprobieren.

Wer sich allerdings eher fragt, wie er richtig Geld mit seinen Büchern machen kann, möchte sie vielleicht lieber ignorieren - immerhin stammen sie von einem Autor, dessen aktueller Roman von 2011 sich im vergangenen Jahr noch mit genau drei Exemplaren verkauft hat, hehe.

Und damit eine schöne, erfüllte Arbeitswoche allerseits! Haut rein!


-----

English summary for foreign readers: One cafe hint for Berlin visitors - Tante Emma in Kreuzberg. Two rules of thumb on writing - Don't Be Afraid Of Kitsch!, and Would You Tell It This Way Sitting Around A Campfire?

Montag, 16. Februar 2015

Eingetrudelt: das Vorabexemplar von Tim O'Rourke, ICH SEHE WAS, WAS NIEMAND SIEHT. Mit einem Nachtrag

Neulich hat mir Lektorin Rebecca Wiltsch frisch aus der Druckerei ein Exemplar meiner aktuellen Übersetzung für Chicken House geschickt:

(Bildquelle: Chicken House)

Umschlagtext

Ich schloss die Augen und betete, dass es nun vorüber war. Vision oder Einbildung, ich wollte nicht noch einmal miterleben, wie sie diesen Weg hinuntergezerrt wurde, nicht noch einmal die Pfützen sehen und den Song von Ellie Goulding hören, der sich mit dem Donnern der vorbeifahrenden Züge mischte. Ich wollte nur ein bisschen Frieden. Die Toten sollten mich einfach in Ruhe lassen.

Ein Mystery-Thriller, der unter die Haut geht!

Das Buch erscheint Ende Februar; mehr gibt es gebündelt hier im Blog und drüben bei Chicken House.

Und ich glaube, sobald hier der Karton mit den Belegexemplaren eingetroffen ist, werde ich mal wieder ein kleines Gewinnspiel veranstalten - mir kam da heute eine lustige Idee ...

Haltet die Augen offen!

***

Nachtrag 19.02. - Es gibt schon einige Rezensionen im Netz, wie mir eben die Lektorin mitgeteilt hat, und Übersetzer Böhmert scheint doch ganz gut gearbeitet zu haben:

Der Schreibstil und auch die leichte Rede lassen einen fließend lesen und kaum aufhören. (Simone auf Bücherparadies)

Der Schreibstil ist flüssig und locker. er ist einfach gehalten ohne das man ins holpern kommen würde. (Natalie77 auf Mem-o-ries)

Der Schreibstil des Autors ist absolut packend und flüssig zu lesen. (Dani Schwarz auf Lesemonsterchen's Buchstabenzauber)



-----

English summary for foreign readers: Today I unpacked the first copy of my recent translation for Chicken House Germany, ICH SEHE WAS, WAS NIEMAND SIEHT (FLASHES) by Tim O'Rourke. Look how it looks!

Abgeliefert: das gegengelesene Lektorat von James Dawson, SAG NIE IHREN NAMEN

Am späten Samstagnachmittag begann für mich das Wochenende - da war ich mit dem Gegenlesen des Lektorats meiner ersten Übersetzung für den Carlsen Verlag fertig.

Über James Dawsons schönen kleinen Horrorroman habe ich hier schon etwas geschrieben und auch den britischen und den deutschen Umschlag abgebildet.

An dieser Stelle will ich euch einmal zeigen, wie eingängig und atmosphärisch ich Dawsons Erzählstil finde.

Er beherrscht zum einen coole Sprüche! Die konnte ich nicht immer übersetzen - wenn das im Deutschen dann uncool klang oder zu gewollt, habe ich lieber eine neutrale Variante gewählt; manchmal auch erst im Zusammenspiel mit der Lektorin. Aber an vielen Stellen klappte es doch sehr schön, zum Beispiel hier auf page 228:

Price hit him with a blast of arctic frostiness, regarding him with thinly disguised disgust.

Price bedachte ihn mit einem eisigen Blick von arktischen Dimensionen.

Ich freue mich immer, wenn ich dieselbe Coolness sogar mit weniger Wörtern als das Original hinbekomme.

Zum anderen kann Dawson sehr schön Stimmungen zeichnen, und zwar ohne auszuufern - keine leichte Übung. Sein Roman ist knapp dreihundert Seiten lang, dennoch gelingen ihm Passagen wie diese auf page 153:

A faint noise turned Bobbie's head. A girl laughing. It carried on the wind, but the airy sound was faint, as if from a long way away or a long time ago. It was so delicate, so lacy, that Bobbie wondered if this time she really was imagining it.

Ein leises Geräusch ließ sie herumfahren. Das Lachen eines Mädchens. Es wurde vom Wind herübergetragen, aber es klang schwach und körperlos, als käme es aus weiter Ferne oder aus einer längst vergangenen Zeit. Es war so zart, so flüchtig, dass Bobbie sich fragte, ob es vielleicht diesmal bloß Einbildung war.

Selbstverständlich kann Dawson, wie es sich für einen Horrorroman gehört, auch richtig gruselige Stellen schreiben - aber die will ich hier nicht vorwegnehmen; das würde den Leuten, die das Buch nachher tatsächlich lesen wollen, den entsprechenden Spaß rauben, und das wollen wir doch nicht!

Erscheint im Juni, und ihr könnt es schon in der Frühjahrsvorschau finden.


-----

English summary for foreign readers: On late Saturday afternoon, I finished counter-checking the edited version of my translation of SAY HER NAME by James Dawson. Doing the German text was much fun, because Dawson can write cool and can write moody.

Freitag, 13. Februar 2015

100 Jahre James Tiptree jr.

Mein erster Auftritt in diesem Jahr ist jetzt auch offiziell: Am Samstag, den 14. März 2015 sitze ich im Rahmen der Leipziger Buchmesse während einer Lesung und Präsentation zu Tiptrees hundertstem Geburtstag als Übersetzer Böhmert auf dem Podium - zusammen mit ihrer Biografin Julie Phillips, der Co-Übersetzerin Elvira Bittner und natürlich dem Septime-Chef Jürgen Schütz. Was genau wir machen, ist noch nicht festgezurrt, aber da haben wir auch noch ein bisschen Zeit. Ich freue mich jedenfalls schon! Wird bestimmt fein.

Mehr zur Veranstaltung auf der Homepage der Leipziger Buchmesse und allgemein natürlich auf der Facebook-Seite zu Tiptree vom Septime-Verlag


-----

English summary for foreign readers: At Leipzig Book Fair we will celebrate the 100th birthday of James Tiptree Jr. with a reading and presentation - "we", that are: biographer Julie Phillips, co-translator Elvira Bittner, Collected Works publisher Jürgen Schütz and, of course, yours truly.


Mittwoch, 11. Februar 2015

SF/Fantasy bei Fischer

Ah, jetzt ist es offiziell. Intern war der neue Fantastik-Imprint von Fischer in den letzten Monaten nicht von ungefähr als "Tor Germany" bekannt - es handelt sich natürlich um eine Zusammenarbeit mit dem traditionsreichen amerikanischen Verlag Tor Books, einem McMillan-Imprint und eigentlich der wichtigste Fantastik-Verlag der (englisch sprechenden) Welt; er hat 24 Jahre in Folge den Locus-Award für den besten Verlag gewonnen.

Das erste Programm wird für den Herbst 2016 vorbereitet, und, so viel will ich schon mal sagen, Übersetzer Böhmert wird da auch mitmischen - mit einem richtig richtig richtig abgefahrenen Titel, der absolut auf der Höhe der Zeit ist, aber wunderbar an die wilde Science Fiction der 1960er und 1970er Jahre anknüpft. Freut euch drauf!


-----

English summary for foreign readers: Fischer just started a new sf/fantasy imprint! It will be a cooperation with Tor Books, and yours truly is about to translate one of their first books.

Dienstag, 10. Februar 2015

Kurd-Laßwitz-Preis 2015 - die Vorschlagsrunde

Ich habe diesjahr nur einen Vorschlag an Treuhänder Udo Klotz gemailt, nämlich:

Bestes ausländisches Werk
  • DER MARSIANER von Andy Weir. Begründung: ein stets am Rand des Möglichen bleibender Roman über eine Forschungs- und Rettungsmission, der mit seiner pfiffigen und humorvollen, unterm Strich optimistischen Art an klassische Romane der 1950er Jahre anknüpft und sie auf ein neues Niveau hebt.

Sollten hier Abstimmungsberechtigte mitlesen, können wir gern wieder eine Liste erstellen: Stellt eure Vorschläge einfach unter eurem Namen in die Kommentare oder schickt sie mir, wenn ihr hier draußen lieber anonym bleiben wollt, per Mail! Ich fasse dann oben zusammen.

***

Mehr zum Kurd-Laßwitz-Preis auf seiner Homepage und in der Wikipedia
Mehr zum MARSIANER bei Heyne und bei Josefson


-----

English summary for foreign readers: My nomination proposal for Kurd-Laßwitz-Preis 2015 in the category Foreign Fiction is THE MARTIAN by Andy Weir.